Sternbild Microscopium (Mikroskop)

Microscopium
Microscopium: IAU Sternbildkarte [150]

Eigenschaften

Das Sternbild Microscopium stellt jedoch ein bescheidenes Denkmal für das gleichnamige Instrument dar. Es wird von mehreren Sternen knapp heller als fünfter Größe gebildet und liegt zwischen Sagittarius und Piscis Austrinus. Die Fläche beträgt 210 Quadratgrad und das Zentrum kulminiert jeweils etwa am 4. August um Mitternacht. [9, 15]

Daten für das Sternbild Microscopium [150]
IAU NameMicroscopium
IAU GenitivMicroscopii
IAU KürzelMic
Deutscher NameMikroskop
Opposition3. August
Saison (47° N)Juli … September
Rektaszension20h 27m 36s … 21h 28m 10s
Deklination-45° 05' 24" … -27° 27' 35"
Fläche210 deg2
Nachbarn (N↻)Cap, Sgr, Tel, Ind, Gru, PsA

Kataloge

Geschichte

Microscopium ist ein weiteres Sternbild aus der Serie technisch-wissenschaftlicher Geräte, das Mitte des 17. Jahrhunderts von Lacaille am Südhimmel eingeführt wurde und die Lücken zwischen den großen Sternbildern füllen sollte. Er hat hier das Mikroskop verewigt, das zu einem umwälzenden Hilfsmittel der Naturforscher und Ärzte des 18. Jahrhunderts wurde. [7, 21]

Quellenangaben

  • [7] «Der grosse Kosmos-Himmelsführer» von Ian Ridpath und Wil Tirion; Kosmos Verlag; ISBN 3-440-05787-9
  • [9] «Drehbare Sternkarte SIRIUS» von H. Suter-Haug; Hallwag-Verlag, Bern
  • [15] «Hartung's Astronomical Objects for Southern Telescopes» by David Malin and David J. Frew; Melbourne University Press 1995; ISBN 0-522-84553-3
  • [21] «Taschenatlas der Sternbilder» von Josef Klepesta und Antonin Rükl; Verlag Werner Dausien; ISBN 3-7684-2384-0
  • [150] IAU: The Constellations, 11. Oktober 2020; iau.org/public/themes/constellations