Kugelsternhaufen Messier 107

Objektbeschreibung

M 108
M 107: Aufnahme mit dem Hubble Weltraumteleskop [215]

Der Kugelsternhaufen M 107 wurde im April 1782 von Pierre Méchain entdeckt. Er erwähnte seine Entdeckung in seinem Brief vom 6. Mai 1783 an Bernoulli. Leider kam seine Entdeckung nachdem Messier seine Liste von zur Veröffentlichung in der «Connoissance des Temps» von 1784 eingereicht hatte. Möglicherweise wäre der Nebel in einer späteren Publikation von Messiers Katalog aufgenommen worden, doch es gab keine. Wilhelm Herschel entdeckte unabhängig davon diesen Kugelsternhaufen und konnte ihn in seinem Teleskop in Einzelsterne auflösen. Später wurde dieser von Dreyer als NGC 6171 in seinen 1888 erschienenen «New General Catalogue of Nebulae and Star Clusters» aufgenommen. Erst 1947 identifizierte Helen Sawyer Hogg NGC 6171 mit Méchains Entdeckung und fügte diese als M 107 zusammen mit M 105 und M 106 dem Messier-Katalog hinzu. [196, 217]

M 107 ist einer der über 150 Kugelsternhaufen, welche zu unserer Milchstrasse gehören. Das Zentrum ist nicht besonders dicht gepackt mit Sternen. Er ist rund 6.4 kpc (20'000 Lichtjahre) von der Erde entfernt und enthält 182'000 Sonnenmassen. [251]

— 19. 3. 2021, Bernd Nies

«The Complete New General Catalogue and Index Catalogue of Nebulae and Star Clusters» von J.L.E. Dreyer, nachbearbeitet 1988 von Roger W. Sinnott [142]. Koordinaten in B2000.0.
Name Typ RA [hm] Dec [dm] Const ⌀ ['] vMag Beschreibung
NGC 6171Gb16 32.5-13 03Oph10.08.1glob. cl. , L, vRi, vmC, R, rrr; = M107

Auffindkarte

M 107 befindet sich im Sternbild Ophiuchus (Schlangenträger) 2° 45' von ζ Ophiuchi entfernt. Die beste Beobachtungszeit ist Mai bis Juli.

Karte
Karte mithilfe von SkySafari 6 Pro und STScI Digitized Sky Survey erstellt. [149, 160]

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