Planetarischer Nebel NGC 2022

Objektbeschreibung

NGC 2022 HST
Aufnahme von NGC 2022 mit dem Hubble Space Telescope [182]
NGC 2022 Bülach
NGC 2022: ST6-CCD-Aufnahme von Stefan Meister, 500mm-Newton, Sternwarte Bülach

NGC 2022 ist ein junger Planetarischer Nebel mit zwei sichbaren Schalen. Nach der Vorontsov-Velyaminov Klassifikation wird er als gleichmäßige Scheibe mit Ring-Struktur (IV, II)beschrieben.

Sabbadin et al. (Astron. Astrophys., 136, 193, 1984) haben folgendes Modell für NGC 2022 abgeleitet: Der Hauptteil des Nebels ist ein abgeplatteter Sphäroid mit mittlerer Exzentrizität. Das Achsenverhältnis von Länge zu Breite beträgt 1.2. Der ganze Komplex wird von einer schwächeren, beinahe sphärischen Region umgeben, welche sich weniger schnell als die Zentralregion ausdehnt. Bei einer angenommenen Distanz des Planetarischen Nebels von 2100 pc ergibt sich ein Durchmesser von 0.65 Lichtjahren.

— 1996, Philipp Reza Heck

Daten für NGC 2022, zusammengefasst aus unterschiedlichen Katalogen.
BezeichnungenARO 61, NGC 2022, PK 196-10 1, PNG 196.6-10.9, VV 23, VV' 34
RA / Dec (B2000.0)05h 42.1m / +09° 05' [142]
SternbildOri [142]
Objekt KlassePl [142]
Abmessungen 0.3' [142], 19." (optisch) [141]
Scheinbare Magnitude12. mag p [142]
Entfernung 1.8 kpc [141]
Radialgeschwindigkeit+14.0 km/s ± 2.0 km/s [141]
Expansionsgeschwindigkeit 26. km/s (O-III) [141]
Zentralstern BezeichnungenAG82 49, HD 37882, PLX 1306 [141]
Zentralstern Magnitude15.89 mag (B filter) [141]
Beschreibung (Dreyer)PN , pB, vS, vlE [142]
EntdeckerHERSCHEL 1785 [141]

Wie findet man das Teil?

Karte
Karte mit Hilfe von Guide [130] erstellt.

Der Planetarische Nebel NGC 2022 liegt zwischen Beteigeuze und lambda Orionis (Meissa). (ein Drittel der Strecke von lambda Orionis zu Beteigeuze, knapp 2 Grad). Um den 3.4 mag hellen Meissa sind zahlreiche Sterne zu einem augenfälligen Muster angeordnet, daß von bloßem Auge wie ein lockerer, offener Sternhaufen aussieht. Von diesem stößt man nach knapp 2 Grad oder rund einem Drittel der Distanz zwischen Meissa und Beteigeuze auf den kleinen Nebel.

Beobachtung bei 200 mm Öffnung

Zeichnung
Zeichnung von Philipp Reza Heck: 20cm-Teleskop, 226x

Der PN erscheint als fast kreisrundes Objekt. Bei 80 km/h Mistral waren weder Ring noch Zentralstern zu sehen. Die sehr geringe Ausdehnung von NGC 2022 verlangt hohe Vergrößerungen und deshalb einigermaßen gutes Seeing.

— 1996, Philipp Reza Heck

Beobachtung bei 250 mm Öffnung

Obwohl bei 50x nur knapp sichtbar, zeigt der Nebel bei hoher Vergrößerung eine ringförmige Scheibe mit ca. 25 Bogensekunden Durchmesser welche innen komplett schwarz erscheint.

— 1996, Philipp Reza Heck

Beobachtung bei 300 mm Öffnung

Hier schaut der Nebel bereits weniger gleichmäßig aus. Eine leichte Elongation ist bei Positionswinkel 15 Grad sichtbar, die Ausdehnung des Gebildes beträgt 25" x 20". An den beiden äußeren Ende des Ringes stehen helle Punkte wobei der südlichere aufälliger erscheint. Bei 450 facher Vergrößerung ist der Nebel deutlich ringförmig, zeigt aber immer noch keinen Zentralstern.

— 1996, Philipp Reza Heck

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