NGC 2237+, Rosettennebel

Objektbeschreibung

Ausschnitt aus dem farbigen STScI Digitized Sky Survey [147]

Der offene Sternhaufen im Rosettennebel wurde erstmals vom britischen Astronomen John Flamsteed am 17. Februar 1690 verzeichnet und später als NGC 2244 aufgeführt. Im März 1830 entdeckte John Herschel, Wilhelm Herschels Sohn, den Sternhaufen neu, welcher später die Nummer 2239 im NGC-Katalog erhielt. Der amerikanische Astronom Lewis Swift bemerkte 1865 den Sternhaufen umgebende Nebel, erkannte aber vermutlich aufgrund dessen Ausdehnung deren Zusammenhang noch nicht, weshalb diese als NGC 2237, 2238 und 2246 aufgenommen wurden.

Meist wird für den Rosettennebel die Nummer NGC 2239 verwendet, was aber nicht korrekt ist. Anhand der Beschreibung von Dreyer geht hervor, dass NGC 2239 Herschels Sternhaufen ist und NGC 2237 und NGC 2238 der umgebende Nebel.

Der Rosettennebel ist eine H-II Region, ein Sternentstehungsgebiet mit Wolken aus Gas und Staub. Bei einer Entfernung von etwa 5000 bis 5200 Lichtjahren und einem Durchmesser von 130 Lichtjahren erscheint er relativ gross am Himmel, etwa 80 x 60 Bogenminuten. Die Masse des Nebels wird auf etwa 10'000 Sonnenmassen geschätzt. [196]

Koordinaten in B2000.0. «The Complete New General Catalogue and Index Catalogue of Nebulae and Star Clusters» von J.L.E. Dreyer, nachbearbeitet 1988 von Roger W. Sinnott [142].
Name Typ RA [hm] Dec [dm] Const ⌀ ['] vMag Beschreibung
NGC 2237Nb06 30.3+05 03MonpB, vvL, dif, part of eL nebs ring ar 2239
NGC 2238C+N06 30.6+05 01MonS* in neby, part of eL nebs ring ar 2239
NGC 2239OC06 31.0+04 57Mon16.*8 in L, P, B Cl
NGC 2244OC06 32.4+04 52Mon24.4.8Cl, beautiful, st sc (12 Mon)
NGC 2246Nb06 32.4+05 07MoneeF, L, irr R, e diffic

Auffindkarte

Der offene Sternhaufen NGC 2239 mit Rosettennebel darum befindet sich im Sternbild Einhorn (Monoceros), einem nebst Orion eher unscheinbaren Sternbild im Milchstrassenband. In klaren, dunklen Winternächten ist der Sternhaufen NGC 2239 von blossem Auge sichtbar, ansonsten helfen die beiden Sterne ε Monocerotis (4.4 mag) und 13 Monocerotis (4.51 mag) bei der Positionierung des Telrads.

Karte
Karte mit Hilfe von SkySafari 6 Pro erstellt. [149]

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